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Ottomar Anschütz, "Elektrischer Schnellseher" ElektrotachyscopDer zweite Schritt zum Kino "Elektrischer Schnellseher" Elektrotachyscop 1886
Ottomar Anschütz und sein Freund, der Orgelbauer Schneider in Lissa, konstruierten und bauten den ersten „Elektrischen Schnellseher“ und brachten somit Ottomars Reihenaufnahmen zum Laufen. Im kleinen Kreise der Familie und zusammen mit Freunden wurde 1886 ein Hürdensprung aus der Militärreitschule Hannover gezeigt.
Erste Wiedergabe für "Lebende Photographien"
Funktion:Der „Elektrische Schnellseher“ ist für einen kleinen Personenkreis bestimmt. Er besteht aus einer kontinuierlich rotierenden Bildscheibe, die jeweils im richtigen Moment kurzzeitig durchleuchtet wird.
Befindet sich ein Dia direkt vor der Milchglasscheibe, schließt einer der 24 in gleichen Abständen am Bildträger angebrachten Kontaktgeber den Primärstromkreis eines Funkeninduktors, dessen Sekundärwicklung im gleichen Augenblick einen kräftigen Stromstoß durch die Geislersche Röhre schickt. Wenn die 24 Reihendias in ungefähr 1/30 Sekunde aufeinander folgen, setzen sich die auf diese Weise intermittierend durchleuchteten Phasenbilder für den Zuschauer, der das postkartengroße Schnellseherbild nur in einem Ausschnitt der Trennwand sieht, zu einem scheinbar fortlaufenden Bewegungsvorgang zusammen. Vorführungen beweglicher Bilder mit dem Elektrischen-Schnellseher (Auszug): Herbst 1886 erste Wiedergabe photographischer Bewegungsbilder in Lissa 19. bis 21. März 1887 im Kultusministerium in Berlin täglich von 12:00 bis 15:00 16. Juli bis 25. Aug. 1887 im Ausstellungspark, Stadtbahnbogen 21 Berlin 15000 zahlende Betrachter beweglicher Bilder September 1887 in Wiesbaden 3. Oktober 1887 im Polytechnischen Saal in Frankfurt/Main, täglich von 15:00 bis 21:00 Uhr 1888 auf der Photographischer Ausstellung in Brüssel 1888-89 in Florenz, New York, Boston, St. Petersburg, Philadelphia, 1891 Warschau Brüssel,
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