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Ottomar Anschütz

Jubiläum 2012

Vor 125 Jahren

Erste Vorläufer des Kinos (oder war das schon Kino?), das Wort „Kino“ gab es noch nicht.

Ottomar Anschütz präsentiert seinen „Elektrischen Schnellseher“

1887          Vorführung fotografisch erzeugter bewegliche Bilder mit dem elektrischen Schnellseher von Ottomar Anschütz im Kultusministerium Unter den Linden 4 in Berlin. Zeugen dieser Vorführungen waren: Kultusminister Gustav von Gossler, Dr. Franz Stolze, Professor Dr. Hermann Vogel (Herausgeber der Photographischen Mitteilungen), Prof. Knaus, Prof. Amberg und Geheimrat Siemens und viele andere Gäste.

Ottomars elektrischer Schnellseher besaß eine Geißlerische Röhre zur Erzeugung eines stroboskopischen Effektes, ohne dessen eine Illusion von beweglichen Bildern nicht möglich war. So konnte eine kleine Gruppe von Besuchern im  verdunkelten Raum auf einem kleinen Bildschirm die ersten beweglichen Bilder betrachten.

Gezeigt wurden bewegliche Bilder mit wechselndem Programm z.B. von Pferden in den verschiedenen Gangarten, Sportler mit gymnastischen Übungen, Hoch- und Weitsprung und beim Bocksprung. Heute könnte man über solche Bilder schmunzeln, doch damals war es eine Sensation.

Die „Lebenden Photographien“ waren geboren.

Weiter Vorführungen der beweglichen Bilder mit dem „Elektrischen Schnellseher“ im

                                                                    Jahr 1887    

Im Berliner Ausstellungspark, 15000 Besucher

Privat, bei Kronprinz Friedrich Wilhelm

Frankfurt Main, dem Verein zur Pflege der Photographie und verwandter Künste

"Photographic Times" erwähnt Vorstellung in New York

Frankfurt Main, im polytechnischen Saal

Dresden, Kunstgewerbehalle

Wien, Graphischen Versuchs- und Lehranstalt

Kassel, Fischerei- und Sportausstellung

Wien, Militärwissenschaftlicher Verein

Das Photographische Wochenblatt schrieb 1987: Anschütz "Elektrische-Schnellseher" ist der erste Apparat, der in einwandfreier Weise eine schöne Darstellung photographisch gewonnener lebender Bilder gab, für einen kleinen Kreis von Beschauern gleichzeitig sichtbar.

Über eine Million zahlende Menschen auf der Welt haben die beweglichen Bilder (Kino) von Ottomar Anschütz bis 1895 gesehen, also noch vor der momentanen offiziellen Kinoerfindung durch Lumiere im Dez. 1895. Ottomar Anschütz ist somit der erste Fotograf, der in einem verdunkelten Raum seit 1887 einer großen Anzahl von bezahlenden Besuchern (Kinobesucher) unter seiner Regie fotografisch erzeugte und inszenierte Szenen vorführte. Seit Nov. 1894 führte Ottomar Anschütz. auch lebensgroße bewegliche Szenen auf einer 6x8m großen Leinwand mit wechselndem Programm vor. In fast allen Medien der damaligen Zeit (auch heute noch) wurden die Entwicklungen in der Kinematografie mit den Arbeiten von Ottomar Anschütz verglichen, welches als weiterer Beweis für seinen Erfolg gelten kann.

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Liebe Leser dieser Seiten, um all diese Informationen zu erstellen habe ich, inzwischen auch über 60 Jahre, die Volkshochschule besucht, um mich im Erstellen einer Homepage zu befähigen. Trotzdem bin  ich kein Informatiker geworden, mir ist es aber gelungen, einige Informationen zu installieren und diese Seiten zu pflegen. Mein Wunsch ist es, dass auch in Zukunft das Thema „Ottomar Anschütz“ weiter wie bisher erforscht wird.

Ich bin dankbar über jede erhaltene Ottomar-Information, auch wenn sie noch so klein erscheint. Bitte schreiben Sie mir, ich antworte möglichst schnell.

                                                                                                Urenkel