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Ottomar AnschützJubiläum 2013 Vor 125 Jahren Das wichtigste Ereignis 1888, also vor 125 Jahren, war die Patentierung von Ottomar´s Schlitzverschluss, der die Photowelt bis zum heutigen Tage verändern sollte. Ottomar Anschütz konnte die Entstehung seiner brillanten Momentaufnahmen von wilden Tieren in der Bewegung, die meistens in seinem selbst gestalteten Gehege im Breslauer Zoo entstanden, nicht mehr geheim halten. Auch seine Photographie einer Kanonenkugel im Fluge bei Tageslicht, die mit 400 m pro Sekunde flog und die Veröffentlichung seiner Bildermappe „Augenblicksbilder“ veranlassten ihn, schnellstens das Geheimnis seiner Kamera zu lüften. Erfolge feierte vor 125 Jahren auch sein erfundener elektrischer Schnellseher, der die Photographien zum Laufen brachte und zwar in Brüssel, Florenz, New York, Boston, St. Petersburg und Philadelphia. Auf der photographischen Ausstellung in Brüssel wurde sein elektrischer Schnellseher erstmals auch „Elektro-Tachyscop“ genannt und war das Interessanteste der ganzen Ausstellung. Beim Begräbnis von Kaiser Wilhelm I. am 09.03. 1888 wurde der Leichenzug extra angehalten, damit Ottomar Anschütz günstige Bedingungen zum Photographieren hatte. Ottomar war vor 125 Jahren auch einer der Ersten, der die Photographie, für den Verkauf seiner Photoapparate, für Werbezwecke verwandte. Das D.R.P. Patent Nr. 49919 seiner Kamera beinhaltete auch, erstmalig in der Photogeschichte, die Einstellung der Entfernung mit Hilfe eines Stellrades am Objektiv. Bis dahin mussten die Photographen sich unter einem schwarzen Tuch verkriechen, um das Bild vor der Aufnahme scharf zu stellen. Die Fabrikation und der weltweite Verkauf seiner patentierten Kameras mit Schlitzverschluss vor der Platte übergab Ottomar 1888 der Fa. Goerz in Berlin. Nur der Verkauf in Berlin blieb in Ottomar´s Hand. Um seine inzwischen weltweiten Geschäfte mit Photographie und Vorführung beweglicher Bilder besser zu koordinieren, verlegte Ottomar Anschütz seinen Wohnsitz und Verkaufsstudio von Lissa nach Berlin in die Charlottenstr. 59. Urenkel, 2013
Über eine Million zahlende Menschen auf der Welt haben die beweglichen Bilder (Kino) von Ottomar Anschütz bis 1895 gesehen, also noch vor der momentanen offiziellen Kinoerfindung durch Lumiere im Dez. 1895. Ottomar Anschütz ist somit der erste Fotograf, der in einem verdunkelten Raum seit 1887 einer großen Anzahl von bezahlenden Besuchern (Kinobesucher) unter seiner Regie fotografisch erzeugte und inszenierte Szenen vorführte. Seit Nov. 1894 führte Ottomar Anschütz. auch lebensgroße bewegliche Szenen auf einer 6x8m großen Leinwand mit wechselndem Programm vor. In fast allen Medien der damaligen Zeit (auch heute noch) wurden die Entwicklungen in der Kinematografie mit den Arbeiten von Ottomar Anschütz verglichen, welches als weiterer Beweis für seinen Erfolg gelten kann. --------------------------------------------------------- Liebe Leser dieser Seiten, um all diese Informationen zu erstellen habe ich, inzwischen auch über 65 Jahre, die Volkshochschule besucht, um mich im Erstellen einer Homepage zu befähigen. Trotzdem bin ich kein Informatiker geworden, mir ist es aber gelungen, einige Informationen zu installieren und diese Seiten zu pflegen. Mein Wunsch ist es, dass auch in Zukunft das Thema „Ottomar Anschütz“ weiter wie bisher erforscht wird. Ich bin dankbar über jede erhaltene Ottomar-Information, auch wenn sie noch so klein erscheint. Bitte schreiben Sie mir, ich antworte möglichst schnell. Urenkel |